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WEDA Larvae Belt

Die Insektenzucht erlebt eine Revolution mit dem neuartigen Larvae Belt von WEDA. Dieses innovative System vereinfacht und automatisiert die Larvenmast, wodurch sowohl Arbeitskosten als auch der Bedarf an teurer Robotertechnik drastisch reduziert werden. Durch die neuartige modulare Bauweise wird die Raumnutzung der Mastanlage optimaler ausgenutzt. Zudem entfallen die wiederkehrenden hohen Kosten für Plastikkisten und Wartung, was das System zu einer nachhaltigen und kosteneffizienten Lösung macht.

Bisherige Probleme in der Larvenmast

Die traditionelle Larvenmast-Anlage setzt auf ein aufwändiges Verfahren: Pumpfähiges Futter wird in Plastikkisten ausdosiert, die dann auf einem Rollenbandsystem weitertransportiert werden. Anschließend werden die Junglarven hinzugegeben, und die Kisten müssen erneut von einem Roboterarm oder Mitarbeitern auf Paletten gestapelt werden, um in die Hauptmast befördert zu werden. Diese Vorgehensweise ist nicht nur arbeitsintensiv, sondern auch kostenaufwendig. Pro Dosiervorgang und Larvenbesatz wird eine Kiste benötigt, die in der Anschaffung etwa 8 Euro kostet. Bei einer täglichen Fütterung von 100 Tonnen Substrat sind etwa 12.500 Kisten pro Tag erforderlich, was zu enormen Kosten führt, sowohl in der Anschaffung als auch in der Instandhaltung. Da die Mast aber 7-10 Tage dauert, vervielfacht sich diese Summe nochmals entsprechend!

Die Lösung: Larvae Belt

Das Larvae Belt-System von WEDA reduziert diese komplexen Arbeitsschritte auf ein vollautomatisiertes und hocheffizientes Verfahren. Die Larven werden auf offenen Förderbändern ähnlich den Trockenkotbändern in der Legehennenhaltung anstatt in Kisten gemästet. Eine spezielle Rinnenform des Larvae Belt sorgt dafür, dass weder Substrat noch Larven seitlich abfallen können. Bei einer Füllhöhe von 60 Millimetern pro Belt werden etwa 75 Liter Futtersubstrat pro Meter gefüttert und anschliessend mit Larven besetzt. Danach werden die Larvae Belts angehalten und die Larven können sich etwa 7-10 Tage entwickeln. Danach wird das Larvae Belt wieder gestartet und die erntebereiten Larven fallen zusammen mit dem Frass auf ein Querförderband, welches sie dem nachgelagerten Prozessschritt übergibt.

Idealerweise werden in einer Insektenproduktion je nach Raumhöhe 6-12 Larvae Belts übereinander montiert und mehrere solcher Einheiten nebeneinandergestellt. Es entsteht eine Art Regalsystem als Mastanlage mit einer Länge bis zu etwa 50 Metern.

  • Larvae Belt_Zeichnung_1
  • Larvae Belt_Zeichnung_2_Details

Funktionsweise des Larvae Belt:


1. Fütterung: 
Das pumpfähige Futter wird zunächst durch ein Dosierventil auf das laufende Förderband gegeben. Die Dosiermenge ist an die Geschwindigkeit des Dosierbandes angepasst. Dadurch wird das Band gleichmäßig bis zum Ende des Bandes mit Substrat gefüllt.

2. Larvenbesatz: 
Kurz danach werden die Junglarven auf das Band gefördert. Larven und Substrat können aufgrund der speziellen Rinnenform des Transportbandes nicht vom Band fallen.

3. Mast:
Während der Mastphase steht das Larvae Belt still, damit die Larven Zeit haben, zu wachsen. Durch den Abstand von 30 cm zwischen den Bändern ist eine sehr gute Belüftung möglich. Der Gang zwischen den „Regalreihen“ dient zusätzlich als Zuluftkanal.

4. Ernte:
Am Ende der Mastzeit wird das Band wieder gestartet und die erntebereiten Larven, die zu Mastbeginn vorne aufgesetzt wurden, fallen mitsamt dem Frass auf ein Querförderband und werden direkt zur Weiterverarbeitung geführt.

Vorteile des Larvae Belt-Systems:

  • Einfachheit und Kosteneffizienz: Die Konstruktion ist simpel und kostengünstig, wodurch hohe Anschaffungskosten und komplexe Wartungsprozesse entfallen.
  • Maximale Effizienz pro Quadratmeter: Das System kann in mehreren Etagen übereinander gebaut und modular erweitert werden, was eine optimale Raumnutzung ermöglicht.
  • Reduzierte Arbeitskosten: Keine teuren Roboter oder zusätzliche Mitarbeiter für das Handling notwendig.
  • Nachhaltigkeit: Der Verzicht auf Plastikkisten reduziert erheblich den anfallenden Plastikmüll und spart wiederkehrende Investitionen von bis zu 800.000 Euro alle 2-3 Jahre.